Grundsätze des biologischen Gartenbaus

Möhren aus Biokultur

Möhren aus Biokultur

Die meisten Produkte, die uns in der Gemüseabteilung des Supermarktes angeboten werden, werden in Massenproduktion hergestellt. Der Markt verlangt eben billige Ware.

Zitat frei nach dem Film Soul Kitchen:
“die Leute haben Löcher im Bauch und füllen sie mit Dreck”

Attribute wie “Frische”, “Geschmack” und “Gesundheit” sind schon lange zu leeren Worthülsen verkommen. In unserer Gesellschaft zählt nur der Preis (Anmerkung: und eventuell das Aussehen, den wir legen ja großen Wert auf Äußerlichkeiten…).
Offensichtlich ist es den meisten Mitgliedern unserer Gesellschaft egal was sie essen, Hauptsache es ist billig.

Massenproduktion in Monokulturen

Die meisten Pflanzen werden in Monokulturen angebaut. Der hierdurch einseitig belastete Boden wird mit Kunstdünger aufgepäppelt.

Pflanzen in Monokultur

Pflanzen in Monokultur

Riesige Flächen werden nur mit einer einzigen Pflanzenart bepflanzt. Das lockt jedoch Schädlinge an und fördert Krankheiten. Diese werden mit chemischen Keulen bekämpft. Pflanzen werden mittels Gentechnik auf höhere Erträge, bessere Resistenzen und längere Haltbarkeit getrimmt.

Leider hinterlassen alle diese Stoffe ihre Spuren in unserer Nahrung. In unserer Fast-Food-Gesellschaft ist man jedoch geneigt, diese Fakten zugunsten eines billigen Preises für eine Ware schnell zu vergessen.
Und so nehmen wir alle Tag für Tag diesen Dreck zu uns.

Klasse statt Masse: der biologische Gartenbau

Der biologische Gartenbau hingegen geht einen ganz anderen Weg. Hier steht die hohe Qualität der Produkte im Vordergrund. Erreicht wird diese durch eine ökologische Bewirtschaftung der Anbauflächen.

Das Hauptziel des biologischen Gartenbaus ist die Bodenfruchtbarkeit. Nur auf einem fruchtbaren Boden gedeihen die Pflanzen so, dass sie uns eine reiche Ernte bescheren.

“Die Bodenfruchtbarkeit ist die Basis allen Lebens, sein Ursprung und die Stätte seiner steten Erneuerung. Das Leben erblüht aus der “Mutter Erde”, und wenn es erlischt, dann dort zuerst” (Rusch, Hans Peter: Bodenfruchtbarkeit, 1968)

Die Ziele des biologischen Gartenbaus sind demzufolge die richtige Düngung, schonende Bodenbearbeitung, Kompostierung und ein geschlossener Kreislauf, bei dem Energie und Rohstoffe gespart werden.

Auf künstliche chemische Hilfsmittel wie Kunstdünger, Pestizide und Herbizide wird verzichtet. Der Kunstdünger weicht Gründüngung, Pflanzenjauchen, Mulch und Flächenkompostierung. Anbauflächen werden durch Rotation geschont.
Pflanzenpartnerschaften schützen vor Schädlingen und vor Krankheiten. Nützlinge werden gefördert.

Biologischer Gartenbau bringt gesundes, knackiges und wohlschmeckendes Gemüse hervor und macht obendrein auch noch Spaß.

Weiterführende Informationen finden Sie in dieser österreichischen Publikation aus dem Jahre 1988: PDF-Broschüre

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