Der Name “Rosmarin” bedeutet »Tau des Meeres« (lat. »ros« = Tau und »marinus« = zum Meer gehörig).
Vermutlich ist jedoch damit nicht das örtliche Vorkommen gemeint, sondern eher auf die meerblauen Blüten.
Eine andere Erklärung geht vom griechischen »rhops myrinos« aus, was »wohlriechender Strauch« bedeutet.
Rosmarin gehört zu den Lippblütlern. Diesen Pflanzenarten gemein ist ihr intensiver Geruch. Zu den Lippblütlern gehören unter anderem auch der Salbei, die Minze und der Lavendel.
Im Mittelmeerraum kann der aromatisch duftende, immergrüne Halbstrauch ein bis zwei Meter hoch werden. Er hat nadelartige ledrige Blätter, die ätherisches Öl enthalten. Das ätherische Öl wird in der Heilkunde verwendet.
Rosmarin wirkt krampflösend, kreislaufanregend und lindert Verdauungsbeschwerden.
Zitat: Wirkung von Rosmarin
* Stärkt das Herz, das Gedächtnis und das Immunsystem.
* Wirkt anregend wie starker Kaffee.
* Schützt die Leber.
* Wirkt anregend auf die Galle.
* Hebt den Kreislauf und Blutdruck an.
* Fördert die Durchblutung.
* Wirkt aphrodisierend (Libido steigernd).(Quelle Bayerischer Rundfunk)
Ernte und Anwendung
In der Heilkunde nutzt man frische oder getrocknete Blätter, die vor der Blüte geerntet wurden. Man kann daraus Tee kochen, eine Tinktur oder Rosmarinwein herstellen. Das wertvolle ätherische Öl der Pflanze kann zu Massageölen und Salben verarbeitet werden.
Rosmarinwein – Pfarrer Kneipps Herzmittel
Die tonisierende, herzstärkende Wirkung des Rosmarin war auch seit jeher bekannt. Pfarrer Kneipp lobte den Rosmarin als “treffliches Mittel gegen Herzgebrechen (Herzleiden, Altersherz)”.
Rezept: Rosmarinwein
Zur Herstellung von Rosmarin-Wein ernten Sie die zarten Zweige im Frühjahr und geben sie je nach Geschmack in eine Flasche trockenen Rot- oder Weißwein. Lassen Sie die Flasche fest verschlossen für zehn Tage stehen und füllen ihn anschließend – wenn nötig – ebenfalls in eine dunkle Flasche.
Anwendung: ein bis zwei Gläschen pro Tag trinken.
Wirkung: aphrodisierend (Steigerung der Libido), Tonikum
Rezept: Rosmarintinktur
Ein Glas zur Hälfte mit Rosmarinblättern füllen und mit Wodka aufgießen und 4 Wochen warm und dunkel ausziehen lassen. Danach abfiltern und in Lichtschutzflaschen kühl und dunkel aufbewahren.
Anwendung: Drei Wochen lang morgens und mittags vor den Mahlzeiten ein bis drei Tropfen in einem kleinen Schluck Wasser einnehmen. Anschließend drei Wochen Pause machen und bei Bedarf nach drei Wochen wiederholen.
Wirkung: stärkt das Gedächtnis und verbessert die Durchblutung der Hirnregionen.
Rezept: Rosmarinöl
waschen Sie eine Handvoll Rosmarinnadeln und trocknen diese. Geben Sie die Nadeln in eine fest verschließbare Flasche aus Weißglas und füllen Sie sie mit kaltgepresstem Olivenöl auf. Stellen Sie die Flasche auf eine sonnige Fensterbank und schütteln sie täglich. Nach sechs Wochen sieben Sie das Öl ab und füllen es in eine braune Flasche.
Dieses Rosmarinöl können Sie auch zur Herstellung einer Rosmarinsalbe verwenden (siehe unten)
Wirkung: durch Einreibungen mit Rosmarinöl kann man die Durchblutung und damit die Leistung der Muskeln verbessern. Es können so auch rheumatische Schmerzen sowie Nervenschmerzen bekämpft werden. Es macht auch Sinn, Rosmarinöl nach dem Sport gegen Muskelkater einzusetzen.
Rezept: Rosmarinsalbe
10 Gramm Bienenwachs werden mit 50 Milliliter kalt gepresstem Olivenöl und einem Gemisch aus Shea- und Kakaobutter, insgesamt 10 Gramm, eingeschmolzen. Die Salbe auf Handwärme abkühlen lassen.
Nach dem Abkühlen geben Sie 50 Tropfen Rosmarinöl hinzu.
Wirkung: gegen Erkältung, fördert die lokale Durchblutung, Nervensalbe, unterstützende Behandlung rheumatischer Erkrankungen
Für die Salbenherstellung empfehle ich die folgende Seite. Hier gibt es sogar eine bebilderte Anleitung.